Für alle Fälle gut gerüstet
Tipps zur Haus- und Reiseapotheke
1. Hausapotheke
Die Statistik von Unfällen aller Art wird immer noch von den Haushaltsunfällen angeführt. Häufig fehlt es neben dem Grundwissen, um Erste-Hilfe leisten zu können, aber auch genau an den Dingen, die dann gebraucht werden. Ob Pflaster, Mullbinde, Salbe oder Schere: anstatt mit einem Griff das Richtige zu finden, um schnell z. Bsp. eine Schnittwunde versorgen zu können, bietet sich entweder ein Chaos an der Stelle, wo normalerweise alles griffbereit liegen müsste oder dieser Platz, und damit die notwendigen Utensilien, existieren gar nicht im Haushalt. In vielen Haushalten fehlt ein vernünftiges Medizinschränkchen, eine so genannte Hausapotheke, die neben den individuellen Medikamenten auch eine gewisse Grundausstattung beinhalten sollte.
Bzgl. der individuellen Medikamenten Ihrer Hausapotheke können wir Ihnen nicht weiterhelfen. Dies kann nur Ihr Hausarzt machen, der über Ihre Krankheiten und daraus evtl. resultierenden Notfallsituationen bescheid weiß.
Wir können Ihnen aber mit diesem Artikel sagen, was in eine Hausapotheke mindestens hineingehört und geben Ihnen zusätzliche Tipps. Für die bessere Übersicht, haben wir die einzelnen Materialien dick hervorgehoben:
(a) Verbandsmaterial:
Für Verletzungen einfachster Art (z. Bsp. Schürfwunden und kleinere Schnittwunden) sollte Ihre Hausapotheke einen Wundschnellverband (Pflaster am Stück) und Pflasterstrips in verschiedenen Größen enthalten. Um den Wundschnellverband individuell bearbeiten zu können bedarf es zusätzlich einer Verbandsschere (am besten mit abgerundeten Spitzen).
Für Verletzungen größerer Art, die auch stärker bluten, benötigen Sie ein eine sterile Wundauflage (Kompresse) Verbandspäckchen (mittlerer Größe). Hierunter verstehen wir eine Mullbinde, an der eine Wundauflage oder Kompresse angebracht ist. Beides ist steril verpackt.
Für stumpfe Verletzungen im Arm- oder Fußbereich (z. Bsp. Verstauchungen) sollten Sie sowohl Mullbinden als auch elastische Binden griffbereit haben. Um diese zum Schluss zu befestigen sollten Sie auf Verbandsklammern oder eine Rolle Heftpflaster zurückgreifen können.
(b) Pflegemittel:
Nicht fehlen dürfen hier ein Fieberthermometer, Handschuhe und Sicherheitsnadeln. Beim Fieberthermometer sollte in der heutigen Zeit darauf geachtet werden, dass es sich nicht mehr um quecksilberhaltige Thermometer handelt, sondern um einen digitalen Fieberthermometer, oder ein Gerät für die Messung im Ohr oder an der Stirn. Sollten Sie elektronische Geräte benutzen, vergessen Sie nicht die Batterien in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und ggf. auszutauschen, sonst nützt Ihnen im Notfall der Thermometer nichts. Handschuhe sollten beim Umgang mit blutenden Wunden in der heutigen Zeit nicht mehr fehlen. Die Sicherheitsnadeln werden zum Befestigen der Verbände vor allem mit Dreiecktüchern gebraucht, die wie im Verbandskasten natürlich auch in der Hausapotheke nicht fehlen dürfen.
Zu empfehlen ist weiterhin das Bereithalten einer Splitterpinzette (zum Entfernen von Holzspreißeln oder sonstigen Fremdkörpern), einer Zeckenzange, sowie von Kalt/Warm-Gelkompressen, die zum Kühlen bei frischen Verletzungen, insbesondere bei Verstauchungen zur Schmerzlinderung hilfreich sind.