Anschluss des 100. Hausnotrufes beim ASB RV Pforzheim


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Für weitere Fragen und Informationen rund um den Hausnotruf beim ASB RV Pforzheim-Enz steht Ihnen Fr. B. Nischke.
Tel.: 07231-9444-93,

gerne zur Verfügung.
Ende Mai wurde bei Frau Melanie Walz, Bewohnerin der Betreuten-Wohnanlage Salierpark, der 100. Hausnotruf des Arbeiter-Samariter-Bund RV Pforzheim angeschlossen.

Obwohl sich in den letzten Jahren die Zahl der Hausnotrufanschlüsse deutlich gesteigert haben, nutzen immer noch zu wenig Seniorinnen und Senioren diese Einrichtung. Der Hausnotruf gehört zu den Hilfsmitteln, der durch die Pflegekasse auf Antrag mit 17,90 € bezuschusst wird. Allein lebende Personen mit Pflegestufe 1 haben hier die besten Chancen auf Kostenbeteiligung. Ohne Pflegstufe ist die Antragstellung umsonst, da die Leistung in keinem Fall von der Krankenkasse übernommen wird, auch nicht auf die Verordnung mittels eines Rezeptes durch den Hausarzt.

Bedenkt man, dass im Jahr 2000 nur 180.000 der über 65-jährigen an ein Hausnotrufsystem angeschlossen waren, ist Deutschland mit etwas mehr als einem Prozent dieser Altersstufe im Vergleich zu anderen Ländern, die 10 Prozent und mehr erreichen, eher „Entwicklungsland“ in diesem Bereich.

Der Anschluss eines Hausnotrufgerätes erfolgt an erster Stelle (ca. 29 %) auf Initiative von Angehörigen und der Familie, dicht gefolgt von Freunden und Nachbarn (18%). Die dritte Stelle nehmen ambulante Dienste und Sozialstationen mit 12% ein, gefolgt von Ärzten und Krankenhäusern mit 10% bzw. 9%.

Fast die Hälfte der Anschlüsse erfolgt aufgrund eines Schlüsselereignisses. Bei 42% waren es Stürze, bei 10% ein Schlaganfall. Weitere Motive waren Krankheiten, Schwindelanfälle, Operationen und Rollstuhlabhängigkeit. Immer wieder hört man solche Vorfälle bei den Installationen. Die Teilnehmer lagen stundenlang in der Wohnung, das Telefon an einem ganz anderen Ort in der Wohnung, sodass Hilfe per Telefon herbeizuholen unmöglich war. Nicht selten kühlen Menschen in einer solchen Situation massiv aus und ziehen sich dadurch lebensgefährliche, wenn nicht sogar tödliche Folgerkrankungen zu.

Nach Angaben des Bundesverbands Hausnotruf löst jeder Teilnehmer durchschnittlich nur 2 – 3 mal je Halbjahr einen Notruf aus. Bei durchschnittlich 38 % wird dann ein Einsatz in der Wohnung des Teilnehmers notwendig. 4 Leistungsbereiche werden unterschieden, die Teilnehmer zur Auslösung eines Notrufes veranlassen:


medizinische Notfallreaktionen

akute Hilfen

psychosoziale Unterstützungen

Serviceleistungen (z.B. Schlüsseldienst)


Die geringe Auslösezahl von Notrufen ist für jeden Hausnotrufteilnehmer positiv. Andererseits wiegen sich dadurch die Teilnehmer in Sicherheit, sodass immer öfter der Funkfinger im Bad, im Schlafzimmer, in der Küche oder im Wohnzimmer liegen bleibt, wo er im Notfall nicht erreichbar ist. Seine Dienste kann der Notruf nur erfüllen, wenn der Funkfinger konsequent am Körper getragen, egal ob in der Nacht oder beim Baden oder Duschen.

Sollten Sie sich Gedanken über den Anschluss eines Hausnotrufgerätes machen, dann wenden Sie sich bitte an Frau Nischke, Tel. 07231-395205, die Ihnen gerne alle anstehenden Fragen beantwortet.