Rund um die Pflege

Die Pflegeberatung

Pflege aktiv vorbereiten und gestalten

Pflegebedürftigkeit mit diesem Thema sehen sich immer mehr Menschen konfrontiert. Ob selbst betroffen oder als Angehöriger: Am Anfang stehen zunächst viele Fragezeichen. Deshalb sind die Betroffenen immer mehr auf Informationen rund um das Thema Pflege angewiesen.

Jeder kann heute zum Pflegefall werden: Durch Alter, Krankheit, Behinderung oder Unfall, und manchmal sehr plötzlich. Bereits bestehende Pflegebedürftigkeit verstärkt sich oftmals derart, dass neue Überlegungen zur angemessenen Hilfe und Betreuung angestellt werden müssen. Deshalb sollten wir uns frühzeitig Gedanken darüber machen, wie wir uns auf eine mögliche Hilfe- und Pflegebedürftigkeit im Alter vorbereiten, sie vorausplanen und damit aktiv mitgestalten können.

Häufig sind auch andere Fragen von Bedeutung:

  • Kann ich in meiner Wohnung bleiben?
  • Müssen meine Kinder für meine Pflege aufkommen?
  • Wie kann ich mich auf eine Situation vorbereiten, in der ich selbst nicht mehr entscheidungsfähig bin?
  • Und wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung?

Jeder, der sich Gedanken über mögliche Pflegezeiten macht, egal ob als Pflegebedürftiger oder als Pflegeperson, wird irgendwann auf solche oder ähnliche Fragen stoßen.

Was macht die Pflegeberatung?

Die Pflegeberatung informiert und berät ratsuchende Menschen aller Altersstufen zu Fragen der Pflegebedürftigkeit und der Pflege. Hierzu gehören Fragen zu Ansprüchen an die Pflegeversicherung, zu Antrags- und Einstufungsverfahren sowie zur Finanzierung von Pflege zu Hause oder ggf. in einer Einrichtung. Auch das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Entlastung pflegender Angehöriger und Beratung bei individuellen Bedarfslagen von Ratsuchenden sind Aufgaben der Pflegeberatung. Ferner informiert die Pflegeberatung sie auch über die verschiedenen pflegerischen und pflegeergänzenden Angebote und berät zu möglichen Auswahlkriterien.

Im Mittelpunkt der Beratung steht der Mensch

Als besonders wichtig sieht es die Pflegeberatung an, dass die aktuelle Situation, der Hilfe- und Pflegebedarf und schließlich auch die Möglichkeit der Pflege nicht über den Kopf des Kunden oder der Kundin hinweg, sondern mit den Ratsuchenden gemeinsam erörtert und aufgezeigt werden. Die so erarbeiteten Lösungswege bieten den Ratsuchenden Orientierung für anstehende Entscheidungen diese trifft immer nur der Kunde oder die Kundin.

DRGs, DMPs, Gesundheitsförderung, Patientenmitbestimmung so lauten die Stichworte zum Wandel im Gesundheitswesen. Die sachkundige Beratung von Patienten, Pflegebedürftigen und Angehörigen durch Pflegende erfährt vor diesem Hintergrund eine immer größere Bedeutung.

Beispiel Krankenhaus: Durch Einführung von Fallpauschalen werden Patienten künftig früher aus der Klinik nach Hause entlassen. Sie brauchen dann verstärkt kompetente Beratung, wie sie mit Restbeständen bzw. bei chronischen Erkrankungen dauerhaften Folgen ihrer Erkrankung nach der Akutphase umgehen.

Ganzheitlich beraten

Auch wenn die körperliche Beeinträchtigung der Grund für die Pflegeberatung ist: Allein auf die körperlichen Folgen darf sie sich nicht beschränken. Sie muss vielmehr den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit wahrnehmen. Dazu benötigen Pflegekräfte die Kompetenz, die Situation eines Pflegebedürftigen mehrdimensional wahrzunehmen und zu verstehen. Wer in der Pflege richtig und wirkungsvoll beraten will, sollte stets die Ganzheit des Menschen und nicht nur sein körperliches Problem, etwa den Diabetes oder Magenkarzinom, im Blick haben. Insbesondere für chronisch Kranke wird die Pflegeberatung immer wichtiger. Chronisch kranke Menschen möchten wissen, woran sie erkrankt sind, wie sie mit den meist lebenslangen Symptomen der Erkrankung umgehen und wie sie trotz Krankheit ein zufriedenes, möglichst schmerzfreies Leben leben können. Pflegende können hier eine wichtige Rolle spielen, die Betroffenen durch kompetente Ratschläge und Hinweise unterstützen und ihnen Wege aufzeigen, wie mit der Krankheit umzugehen ist.

Im Bereich der Pflegeberatung werden Sie insbesondere über folgende Bereiche informiert bzw. erhalten Antworten auf Ihre Fragen:

  • Wichtige Verfügungen und Vollmachten, wenn ich meinen Alltag nicht mehr alleine meistern kann
  • Welche Wohnformen im ambulanten und stationären Bereich kann ich als Pflegebedürftiger nutzen?
  • Pflegekasse, Pflegeeinstufung
  • Leistungen im Rahmen der ambulanten Versorgung
  • Zusätzliche Betreuungsleistungen
  • Wie werden die Leistungen finanziert?

 

Stück für Stück wollen wir Ihnen die einzelnen Fragen und Punkte erläutern.

Ansprechpartner Frau B. Nischke, Tel. 07231-9444-93 

Gerne kommen wir auch zu Ihnen Vorort.

 

Drucken E-Mail